Über uns

Vorstand

Die Aufgabe des Vorstandes besteht, neben der Steuerung des Vereins, in der Betreuung neuer Ansätze und der Weiterentwicklung bestehender Projekte.

Verein

Leitbild

Die Deutsche Diabetes Fachgesellschaft e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Diabetes zeitgemäße Wege anzubieten, mit der Erkrankung umzugehen. Der Verein wendet sich dabei vorwiegend an Menschen, die erst vor Kurzem die Diagnose Typ-2-Diabetes bekommen haben. In dieser Phase ist die Motivation, den Lebensstil als grundlegenden Teil der Diabetestherapie zu ändern, am höchsten. Dabei arbeitet die Deutsche Diabetes Fachgesellschaft e.V. mit neuesten Techniken und Erkenntnissen. Einige dieser modernen Ansätze werden im Folgenden beispielhaft vorgestellt.

Neuartige digitale Möglichkeit

Als erstes konkretes Angebot hat der Verein das Diabetes Bootcamp entwickelt. Eine neuartige Möglichkeit der Begleitung bei der diabetesbedingten Lebensstiländerung. Für dieses Projekt setzen wir auf die Möglichkeiten, die das Internet bietet. Das Diabetes Bootcamp findet rein digital statt. Es grenzt sich bewusst von weichen, kooperativen Angeboten ab und setzt stattdessen auf eine klare Ansprache der Menschen. Dadurch soll deutlich werden, dass eine Lebensstiländerung, wie sie nach der Diagnose von Typ-2-Diabetes nötig ist, nicht von selbst geht und den Menschen nicht leichtfällt. Gleichzeitig sollen die Chancen, die ein solcher Wandel bietet, aufgezeigt und alle denkbaren Hilfestellungen gegeben werden.

Microtargeting

Besonderen Wert legt der Verein darauf, die Individualisierung der Ansprache von Menschen mit Diabetes stets weiter auszuloten. Ein Punkt, mit dem wir uns in diesem Bereich beschäftigen, ist das so genannte Microtargeting. Dabei werden Menschen möglichst individuell nach ihren Vorlieben und Wesenszügen angesprochen. Im Bereich des E-Commerce wird damit die Nutzeransprache verbessert. Wir wollen uns diese Möglichkeit auch bei der Begleitung von Menschen mit Diabetes zunutze machen.

Empfehlungen

Der Verein gibt zu Produkten, für die positive Erfahrungswerte aufgrund eines entsprechenden Nutzerfeedbacks vorliegen, eine Empfehlung ab. Sobald relevante Fallzahlen mit nachweislichen Ergebnissen vorliegen, kann ein Produkt empfohlen werden.

Interview

Herr Dr. Dageförde und Herr Kanatschnig

 

1. Was ist die Deutsche Diabetes Fachgesellschaft genau und was hebt sie von anderen Gesellschaften ab?

Herr Dr. Dageförde: Viele Menschen, die wir kennen, wurden von bestehenden Diabetes-Programmen nicht wirklich „abgeholt“. Sie haben sich nicht richtig beraten und oft „alleingelassen“ gefühlt.

Herr Kanatschnig: Wir als Verein wollten an diesem Punkt ansetzen und haben uns gefragt, warum wir nicht einige effektive Methoden aus dem e-commerce dafür nutzen sollen. Ein Beispiel dafür wäre die Technik des Habit Stackings. Das Ziel dieser Technik ist es, eine Gewohnheit zu etablieren. Der Begriff bezeichnet das Verknüpfen von bestehenden mit neuen Gewohnheiten. So wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die neue Gewohnheit langfristig beibehalten wird. Die Umsetzung könnte so aussehen: Man möchte in Zukunft morgens täglich Yoga machen. Diese neue Gewohnheit kann man nun mit einer alten Gewohnheit kombinieren, beispielsweise dem morgendlichen Zähneputzen. Macht man morgens regelmäßig Yoga, nachdem man seine Zähne geputzt hat, wird auch das bald zur Gewohnheit.

Herr Dr. Dageförde: Wir haben uns überlegt, dass wir gezielt Menschen ansprechen, deren Diagnose maximal 6 Monate zurück liegt. In dieser Phase ist, wissenschaftlich bewiesen, die Bereitschaft seinen Lebensstil zu ändern, am wahrscheinlichsten. Denn irgendwann tritt eine Form von Resignation und Akzeptanz der Krankheit ein.

 

2. Wie wird das umgesetzt?

Herr Dr. Dageförde: Unser erstes Angebot ist das Diabetes Bootcamp. Nach der Anmeldung nehmen wir die Teilnehmer in die Pflicht, auch wirklich etwas für sich zu tun. Wir schaffen eine sehr hohe Verbindlichkeit und damit eine besonders enge Zusammenarbeit mit den Nutzern. Als virtueller Mentor sind wir ständig an der Seite der Teilnehmer und nutzen dafür den Kanal der E-Mails.

 

3. Wie kann sich der Nutzer das Diabetes Bootcamp genau vorstellen?

Herr Dr. Dageförde: Das Ziel ist es, dass der Nutzer seine Einstellung ändert. Wir zeigen dem Teilnehmer als täglicher Begleiter, wie er Bewegung und gesunde Ernährung in seinen Alltag integriert. 10 Wochen lang bekommt er individuell auf ihn zugeschnittene E-Mails mit Sportideen, Kochrezepten und Motivationstipps.
Wir heben uns dadurch ab, dass wir den Menschen nicht krampfhaft einen Stempel „Du musst“ aufdrücken möchten, sondern liebgewonnene und gewohnte Lebensmittel einfach durch Alternativen ersetzen. So fühlen sich die Teilnehmer nicht so sehr eingeschränkt, wie es in anderen Programmen der Fall ist, in denen man verzichten muss.

Herr Kanatschnig: Besonders viel Mühe investieren wir in die Kreation unserer Rezepte. Wir versuchen, den Teilnehmern die Umstellung so leicht wie möglich zu machen und bieten deshalb zum Beispiel eine diabetikergeeignete Pizza und ein eigenes Nutella an.
Auch bei den Sportübungen achten wir darauf, dass viel Abwechslung innerhalb der 10 Wochen geboten wird und die Übungen auch in kürzester Zeit durchgeführt werden können.
Für die Spannung haben wir regelmäßig Challenges in unserer Facebook-Gruppe.
Unser Ziel sind motivierte Teilnehmer, die Spaß daran haben, gesund zu leben. Nur so werden sie langfristig mit Diabetes 2 leben können.

 

4. Es werden sensible Gesundheitsdaten erhoben. Was passiert mit den Daten?

Herr Kanatschnig: Niemand muss Daten angeben, mit denen er identifizierbar ist. Man kann einen Fake-Namen angeben. Die anderen Daten, die wir erheben, werden weder weitergegeben noch weiterverkauft. Sie dienen lediglich dazu, ein individuelles Nutzerprofil anzulegen. Der Nutzer ist für uns völlig anonym.

 

5. Warum haben Sie sich nicht großen etablierten Gesellschaften angeschlossen?

Herr Dr. Dageförde: Große Gesellschaften sind in der Regel oft schwerfällig, arbeiten langsam und das Individuum geht dabei unter. Heutzutage funktionieren Gruppierungen im kleineren Rahmen. Menschen mit gleichen Interessen finden sich beispielsweise digital oder in Whatsapp-Gruppen zusammen. Diesen Gedanken möchten wir aufgreifen und nutzen.

Herr Kanatschnig: Deshalb haben wir das Bootcamp gegründet. Wir bieten Menschen, die ihr Leben wirklich ändern möchten, eine Plattform.

 

6. Wie wurde das Diabetes Bootcamp entwickelt?

Herr Kanatschnig: Wir haben Menschen aus allen möglichen Bereichen zusammengetrommelt, verschiedene Netzwerke genutzt und gemeinsam mit ihnen das Konzept erstellt. Wir wissen, wie hart die Umstellung des Lebensstils ist und können uns sehr gut in die Menschen hineinversetzen. Mit vielen neuen Techniken, wie dem Habit Stacking, welches ich oben erklärt habe, möchten wir die Umstellung erleichtern.

 

7. Wie finanzieren Sie sich?

Herr Kanatschnig: Wie alle anderen Vereine auch über Spenden. Dabei geht es der DDF immer um den Mehrwert für die Nutzer. Wir sind ständig auf der Suche nach Ideen, wie wir für die Nutzer noch mehr herausholen können.

 

8. Was kostet das Diabetes Bootcamp?

Herr Kanatschnig: Das Diabetes Bootcamp ist für die Nutzer zu jeder Zeit garantiert kostenlos.